fehlende Case Management Kompetenzen
Ich bin über die von meinem Versicherer empfohlene Plattform Legal Hero an die Rechtsanwaltskanzlei Cyfire vermittelt worden. Die Kanzlei trat in meinem Fall offenbar auch in Zusammenarbeit mit der Rechtsanwaltskanzlei Mirko Lehr in Frankfurt auf.
Meine Erfahrung war leider eher enttäuschend. Der zuständige Case Manager, Tobias Kröll, wirkte auf mich in der Bearbeitung meines Falls nicht ausreichend kompetent und wenig engagiert. Über einen Zeitraum von mehr als fünf Monaten hatte ich den Eindruck, meinen Rechtsfall im Wesentlichen selbst steuern zu müssen. Eine wirklich proaktive Betreuung durch die Kanzlei fand aus meiner Sicht kaum statt.
Informationen erhielt ich meist nur spärlich, verspätet oder erst auf Nachfrage. Zwar meldete sich Tobias Kröll nach Bitten gegenüber der Kanzlei oder Legal Hero gelegentlich zurück, die Kommunikation blieb jedoch häufig oberflächlich und wenig hilfreich. Eine konkrete, nachvollziehbare Rechtsberatung habe ich während der gesamten Zeit nicht wahrgenommen.
Glücklicherweise hat sich mein Fall letztlich weitgehend von selbst geklärt, da die Gegenseite die ausstehenden Lohnzahlungen nach mehreren Monaten eigenständig beglichen hat. Gerade deshalb frage ich mich, wie lange ich andernfalls noch auf mein Geld hätte warten müssen, wenn tatsächlich weitere rechtliche Schritte wie eine Vollstreckung notwendig geworden wären.
Aus meiner Sicht sollte die Kanzlei dringend ihre internen Zuständigkeiten, die Fallbetreuung und insbesondere die Auswahl beziehungsweise Begleitung der eingesetzten Case Manager überprüfen. Eine Rechtsberatung sollte nicht nur formal stattfinden, sondern Mandanten aktiv, transparent und fachlich nachvollziehbar durch den Fall führen. Unterlagen zu meinem Rechtsfall, die vom Gericht versandt wurden, wurden mir zudem erst nach mehreren Nachfragen weitergeleitet. Der zur Gerichtsverhandlung entsandte Rechtsanwalt war zwar vor Ort freundlich, allerdings hatte ich weder davor noch danach eine echte Möglichkeit, direkt mit ihm in Kontakt zu treten oder eine weiterführende Abstimmung mit ihm vorzunehmen.
In meinem Fall war die Betreuung leider weder reibungslos noch vertrauensbildend, wenn acuh der Rechtfall am ende zu meinen Gunsten ausgegangen ist. Zukünftig werde ich mir eine Rechtvertretung vor Ort suchen und sofort 150 € Selbstbehalt beraffen. Da ich diese durch Eintritt der Klage ohnehin entrichten musste.








