Grundsätzlich finde ich die Idee gut, aber der Service lässt zu wünschen übrig
Grundsätzlich finde ich die Idee großartig und ich war auch erstmals 2026 in Wien dabei. Die Verpflegung war im Vergleich zu anderen Sportveranstaltungen ähnlichen Formates miserabel.
1. Die ersten Toiletten gab es erst nach 10 km - das ist bei einer Strecke, auf der man keine Lokale findet, wo man kurz auf die Toilette gehen könnte, viel zu wenig.
2. Bei den Urinalstationen für Männer gab es gar keinen Sichtschutz - das wäre wirklich gut gewesen.
3. Das Konzept, dass man sich selbst versorgt ist ok. Dennoch kann man bei den Versorgungsstationen zumindest Trinkgefäße mit Einsatz zur Verfügung stellen. Damit könnten die Organisator:innen noch etwas dazu verdienen und die Menschen hätten im Notfall ein Gefäß, aus dem sie trinken können. Man bekommt auch keine eigenen kleinen Flaschen, sondern es wird aus 1,5 l-Flaschen Coca Cola in das (hoffentlich) selbst mitgebrachte Glas oder die Trinkflasche eingefüllt. In demselben Gefäß kann man sich danach vielleicht einen Kaffee selbst mixen, falls man kein zweites Gefäß dabei hat...nicht gut durchdacht - zu geringer Servicegedanke dahinter..
4. Lebensmittelhygiene: Gewisse Lebensmittel oder Snacks sollten abgepackt sein, sodass die Erdnüsse und Kuchenstücke nicht unmittelbar von allen Teilnehmer:innen angehustet oder mit den Fingern angegriffen werden können.
5. Bei den Versorgungsstationen wären neben den Snacks auch (meinetwegen zahlungspflichtige) Pflaster oder kühlende Sprays gut gewesen.
6. Marketing: Seit dem Zeitpunkt meiner Anmeldung (Mitte November 2025) bis zum Start habe ich eine Flut von Marketing-E-Mails bekommen. Insgesamt rund 70 Mails. Das ist ein Overflow und führt dazu, dass Menschen diese Menge an Infos irgendwann nicht mehr verarbeiten. Besser wäre es, weniger Mails, dafür gezielter mit den wichtigen Infos. Die "Anmeldekarte" geht in dieser Menge unter, genauso wie die Infos, dass man selbst sein "Campinggeschirr" mitbringen sollte, wenn man sich Gurken, Nüsse oder Wasser holen möchte.
Fazit: Die Grundidee ist gut, aber beim Service wird gespart. Wenn die Route durch die Stadt geht, wo man viele Möglichkeiten hat, sich etwas zu kaufen oder auf die Toilette zu gehen, dann ist das natürlich ausreichend. Aber auf der Strecke in Wien 2026 war das wirklich nicht der Fall. Hier braucht es mehrere Versorgungsstationen und auch etwas besser angepasstes Angebot.
Für rund EUR 70,00 bekommt man beispielsweise bei einem Frauenlauf, einem Night Run oder einem Halbmarathon deutlich mehr.
11 april 2026
Review zonder uitnodiging