Maximales Risiko für Freelancer im Tausch gegen null Sicherheit!
WorkGenius wirbt stark damit, dass Freelancer hier großartige Gelegenheiten erhalten. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vermitteln zudem den Eindruck, dass über die Plattform rechtssichere Aufträge vermittelt werden. Als Freelancer trägt man jedoch das gesamte wirtschaftliche Risiko; selbst der Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 50.000 EUR ist Voraussetzung (AGB für Freelancer Punkt 6.7). Im Gegenzug erhält man von der Plattform jedoch keinerlei Absicherung – O-Ton des Supports bei Unstimmigkeiten: „So etwas gibt es bei uns nicht!“.
Der eigentliche Einzelvertrag, der durch die digitale Buchungsbestätigung zustande kommt, wird im Streitfall einseitig ausgehebelt. Wird man nach einem aufwendigen, mehrwöchigen Bewerbungsprozess (inklusive Video-Interviews) für beispielsweise 10 Stunden pro Woche fest gebucht, bedeutet das keineswegs, dass diese vertraglichen Zusagen eingehalten werden. Werden am Ende kaum Stunden abgerufen, hat man als Dienstleister das Nachsehen. Es wird sich dann im Nachhinein auf angebliche Individualabreden berufen, die in der verbindlichen Buchungsbestätigung überhaupt keine Erwähnung finden.
Vom Support ist keine sachliche Unterstützung zu erwarten – im Zweifel wird immer zulasten des Freelancers entschieden. Der Umgang mit selbstständigen Partnern ist absolut unprofessionell und herablassend. Spricht man Probleme offen an, wird man mit Ratschlägen wie: „Ich würde Ihnen empfehlen, andere Aufträge anzunehmen“ abgefertigt. Die Auszahlung der rechtmäßig erbrachten Leistungen erfolgt ebenfalls nicht wie vereinbart innerhalb der Fristen, sondern verzögert sich massiv.
Fazit: Spart euch den zeitlichen Aufwand im Bewerbungsprozess für Plattformen, die ihre eigenen vertraglichen Zusagen nicht einhalten und Freelancer ohne jede Rückendeckung im Regen stehen lassen.








