Finger weg! Es wird teuer!
Vorsicht bei diesem Jobangebot – meine persönlichen Erfahrungen mit Monis Chatterstube / Monika Kurz
Ich bin über ein vermeintliches Jobangebot auf Monis Chatterstube aufmerksam geworden und habe den gesamten Bewerbungsprozess aus Interesse durchlaufen. Mein Fazit: Ich finde den Ablauf höchst unseriös und intransparent.
Zunächst soll man sich neun Videos ansehen. Wirklich konkrete Informationen bekommt man dort allerdings kaum. Welche Tätigkeit man am Ende tatsächlich ausüben soll, was genau die Aufgaben sind und wie realistische Verdienstmöglichkeiten aussehen, bleibt weitgehend unklar. Stattdessen wird mit einem angeblichen Verdienst von 1.500 bis 2.200 Euro bereits im ersten Monat geworben.
Es ist vage von Kunden die Rede, die man beraten soll. Konkrete Antworten auf die Frage, was einen tatsächlich erwartet, bekommt man zunächst nicht.
Nach den neun Videos kann man sich für ein kurzes Kennenlerngespräch eintragen. Dort wird dann mit besonders wenigen verfügbaren Plätzen argumentiert. Man arbeite schließlich nur mit Menschen, die es wirklich wollen und sich persönlich weiterentwickeln möchten. Das Ganze wird zunehmend wie ein Auswahlverfahren inszeniert.
Nach diesem Gespräch landet man in einer Gruppe. Einen Tag später folgt das sogenannte „Expertengespräch“. Und erst dort erfährt man endlich, worum es eigentlich geht: Es soll eine Ausbildung absolviert werden, die knapp 5.000 Euro kosten soll.
Ein Jobangebot, bei dem man erst nach mehreren Videos, Gesprächen und einer künstlich wirkenden Verknappung der Plätze mit einer derart hohen Ausbildungssumme konfrontiert wird? Für mich stimmt hier das Verhältnis zwischen versprochenem Job und tatsächlicher Transparenz überhaupt nicht.
Besonders kritisch finde ich auch, dass persönliche Daten abgefragt werden, eine Bonitätsprüfung im Raum steht und sogar ein Führungszeugnis verlangt wird. All das, obwohl die eigentliche Tätigkeit und die damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten vorher nicht klar und nachvollziehbar dargestellt werden.
Auch der Umstand, dass Monika Kurz SELBST einen Artikel beim SPIEGEL veröffentlicht hat, ist für mich kein Beleg dafür, dass dieses konkrete Jobangebot seriös ist.
Mein persönliches Fazit: Ich hatte mich auf ein Jobangebot eingestellt und nicht darauf, nach einem mehrstufigen Auswahlprozess mit einer Ausbildung für fast 5.000 Euro konfrontiert zu werden. Die entscheidenden Informationen kommen meiner Erfahrung nach viel zu spät. Ich empfinde diesen Ablauf als äußerst intransparent und würde anderen dringend empfehlen, sich vor der Weitergabe persönlicher Daten oder einer finanziellen Verpflichtung sehr genau zu überlegen, worauf sie sich einlassen.
Wer einen Job sucht, sollte meiner Meinung nach von Anfang an klar erfahren, welche Arbeit er ausüben soll, wie die Bezahlung funktioniert und welche Kosten tatsächlich auf ihn zukommen. Genau diese Transparenz hat mir hier gefehlt.
23 oktober 2026
Review zonder uitnodiging